Eine Online-Schule für Software-Engineering für Studierende in Schwellenländern: keine angestellten Lehrkräfte, Peer-to-Peer-Lernkohorten und Einkommensbeteiligungsvereinbarungen, wonach Absolventen 15 % ihres Gehalts zahlen, sobald sie eine Stelle finden (Dauer zum Startzeitpunkt nicht angegeben).
Peer-Kohorten ohne Lehrkräfte können Entwickler auf Remote-Jobs vorbereiten, bezahlt durch 15 % des Gehalts erst nach der Einstellung – erschwinglich in Schwellenländern, mit ~90 % Marge.
Microverse startete im Januar 2019 und präsentierte sich am 20.08.2019 beim Demo Day von Y Combinator (S19) als „eine Lambda School für Softwareentwickler in Schwellenländern“. Die Gründer sagten, die Schule beschäftige keine Lehrkräfte – die Studierenden lernten über ein Peer-to-Peer-Modell – und verdiene Geld mit einer Einkommensbeteiligungsvereinbarung, bei der Studierende nach Erhalt einer Stelle 15 % ihres Gehalts zahlen, ohne anzugeben, für wie lange. Sie berichteten von 50.000 Bewerbungen seit dem Start, erklärten, 100 % der ersten Kohorte hätten mit einer Stelle abgeschlossen und zahlten bereits zurück, und behaupteten einen durchschnittlichen Umsatz von etwa 6.000 US-Dollar pro Studierendem bei ~90 % Marge, da keine Lehrkräfte zu bezahlen seien.
TechCrunchs Zusammenfassung des zweiten Tages lieferte Microverse eines der ausführlichsten Profile des Jahrgangs, als sie am 20.08.2019 veröffentlicht wurde; der Artikel erreichte am nächsten Tag 161 Punkte und 158 Kommentare auf Hacker News. Das Profil verzeichnet keine Finanzierungsrunde und keine späteren Betriebsdaten.
Die Struktur ohne Lehrkräfte kehrte die Ökonomie der Bildung um: Ohne Personalkosten für Lehrkräfte behaupteten die Gründer ~90 % Marge und konnten vorab nichts verlangen.
Die Einkommensbeteiligungsvereinbarung machte das Interesse der Schule mit dem der Studierenden identisch – keine Stelle, keine Zahlung –, was die stärkstmögliche Aussage von Vertrauen in die eigene Ausbildung ist.
Sie wählte einen Markt, den andere ignorierten: Studierende aus Schwellenländern, die sich US-Bootcamps nicht leisten konnten, aber Zugang zu Remote-Entwicklerjobs hatten, belegt durch 50.000 Bewerbungen in sieben Monaten.
Das ganze Modell beruhte auf Vermittlung: Studierende zahlten nur bei Einstellung, also musste die Schule vermittelbare Ingenieure hervorbringen oder nichts einnehmen.
Wenn Umsatz erst nach der Einstellung eines Studierenden entsteht, müssen Zulassung und Lehrplan auf die Nachfrage der Arbeitgeber ausgerichtet sein; der Wegfall von Lehrkräften senkt die Kosten, aber die Vermittlung ist das ganze Geschäft.
Stand 21.08.2019 war Microverse mit seinem Einkommensbeteiligungsmodell aktiv, frisch nach seinem Pitch beim YC-S19-Demo-Day. Das TechCrunch-Profil verzeichnet 50.000 Bewerbungen seit Januar, eine erste Kohorte, die vollständig vermittelt war und zurückzahlte, sowie von den Gründern behauptete ~90 % Marge; es enthält darüber hinaus keine Daten zu Finanzierung, Einschreibungen oder Absolventenergebnissen, sodass spätere Ereignisse außerhalb dieses Falls liegen.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Here are the 82 startups from day 2 of Y Combinator's S19 Demo Days TechCrunch · techcrunch.com ·
- Startups from Y Combinator's S19 Demo Day 2 Hacker News · news.ycombinator.com ·