Memphis Meats züchtet Fleisch aus sich selbst vermehrenden Zellen, statt Tiere zu schlachten – 2016 zellgezüchtetes Rindfleisch, dann im März 2017 die ersten zellgezüchteten Hähnchenstreifen.

Dass zellgezüchtetes Fleisch eine steile Kostenkurve nehmen würde – 18.000 US-Dollar/Pfund im Jahr 2016, 9.000 US-Dollar/Pfund bis 2017, mit dem Ziel von 2 Cent/Gramm bis 2021 –, um preislich mit konventionell erzeugtem Fleisch konkurrieren zu können.

Memphis Meats ist ein Food-Tech-Startup aus der Bay Area, das Fleisch aus tierischen Zellen züchtet. Zum Zeitpunkt der Wall-Street-Journal-Story vom März 2017 hatte es bereits einen zellgezüchteten Rindfleisch-Burger demonstriert, mit Produktionskosten von etwa 18.000 US-Dollar/Pfund knapp ein Jahr zuvor, und es beschrieb sein Produkt als Fleisch aus sich selbst vermehrenden Zellen – ohne Schlachtung –, während Skeptiker anmerkten, dass die Burger von 2016 im Nährmedium noch fötales Kälberserum verwendeten.

Am 15.03.2017 berichtete das Wall Street Journal, das Unternehmen habe das, was es als weltweit erste aus Zellen im Labor gezüchtete Hähnchenstreifen bezeichnete, hergestellt und bei einer Verkostung serviert. Der HN-Einreicher Seth Bannon – seit 20 Jahren Vegetarier – nahm teil, schrieb darüber und sagte im Thread, die Produktionskosten seien in weniger als einem Jahr von 18.000 US-Dollar/Pfund auf 9.000 US-Dollar/Pfund gefallen, noch immer zu hoch für die kommerzielle Rentabilität, mit einem erklärten Ziel von etwa 2 Cent/Gramm bis 2021, das er als wettbewerbsfähig bezeichnete. In der Diskussion wurde zudem angemerkt, dass sowohl die FDA als auch das USDA Clean Meat prüften und jeweils der Meinung seien, die Regulierungszuständigkeit liege bei ihnen.

Fleisch ist ein Vertrauensprodukt: Memphis ließ Journalisten und einen seit 20 Jahren überzeugten Vegetarier das zellgezüchtete Hähnchen probieren und machte Clean Meat damit greifbar statt zu einer bloßen Laborbehauptung.

Die Zahlen waren das Verkaufsargument: Die Kosten lagen noch bei etwa 9.000 US-Dollar/Pfund, aber die Halbierung in weniger als einem Jahr verlieh dem Ziel von 2 Cent pro Gramm bis 2021 eine glaubwürdige Steigung.

Hähnchen war das schwierigere Ziel: Im Thread wird angemerkt, dass konventionelles Hähnchen das Fleisch ist, das preislich am schwersten zu unterbieten ist; eine glaubwürdige Hähnchen-Demo signalisierte daher eine Plattform, keinen Werbegag.

Die Regulierung war das offene Risiko: Da sowohl FDA als auch USDA die Zuständigkeit beanspruchten, hing Memphis' Finanzierungsspielraum von Regeln ab, die noch nicht geschrieben waren.

Veröffentliche die Kostenkurve, nicht nur die Demo: Memphis machte ein Produkt zu 9.000 US-Dollar/Pfund glaubwürdig, indem jeder Preisrückgang festgehalten wurde – von 18.000 US-Dollar/Pfund auf 9.000 US-Dollar/Pfund in einem Jahr – mit Blick auf ein Ziel von 9 US-Dollar/Pfund im Jahr 2021.

Zum Stand vom 15.03.2017 war Memphis Meats aktiv, aber noch vor der Kommerzialisierung: Es hatte die zellgezüchteten Hähnchenstreifen bei einer privaten Verkostung serviert, über die das Wall Street Journal berichtete, zu Produktionskosten von etwa 9.000 US-Dollar/Pfund – ein Rückgang von 18.000 US-Dollar/Pfund in weniger als einem Jahr, aber weit von der Rentabilität entfernt –, mit einem erklärten Ziel von etwa 2 Cent/Gramm, rund 9 US-Dollar/Pfund, bis 2021. Die Regulierungszuständigkeit war ungeklärt, und sowohl das USDA als auch die FDA befassten sich Berichten zufolge mit Clean Meat. Seine früheren Rindfleisch-Burger hatten fötales Kälberserum verwendet, und das Unternehmen erhob keinen Anspruch auf Freiheit von Tierprodukten.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Startup Serves Up Chicken Produced From Cells in Lab The Wall Street Journal · wsj.com ·
  2. Startup Serves Up Chicken Produced From Cells in Lab — Hacker News discussion Hacker News · news.ycombinator.com ·